"Was ist der Sinn des Tuns?"

Diese Frage wurde zur Richtschnur in Peter Su Markus Leben, nach der er seinen Weg immer wieder ausrichtete...

Peter Su Markus
Foto: N.Illbruck 2014

Seit seiner Jugend beschäftigte sich Peter Su Markus mit den traditionellen Kampfkünsten Chinas und Japans. 1975 begann er die südchinesische Variante der Kampfkunst des Shaolin Klosters in einer eigenen Schule zu unterrichten und blickte damit auf eine langjährige Erfahrung in der Unterweisung asiatischer Bewegungssysteme zurück.

Seit 1981 verfolgte er neben der Kampfkunst mit großem Interesse auch den Weg des japanischen Taikos in der westlichen Welt und begann 1989 mit dem aktiven Schlagen der Taiko. Er betrachtete das Taiko als eine logische Fortsetzung seines Kampfkunstweges.

Er übte sich von 1990 bis 1994 unter der Leitung von MONIKA BAUMGARTL im japanischen Taiko und gehörte in der Folge zu den Gründungsmitgliedern der Gruppe SHIN DAIKO.

1997 gründete er in Düsseldorf das HAGURMA DAIKO DOJO und folgte seither mit der Unterstützung der Trommler des Dojos dem Weg des traditionellen japanischen Taikos. Von 1997 bis 2000 pflegte er eine intensive Zusammenarbeit mit der Gruppe WADAIKO HAGURUMA in Takefu City, Präfektur Fukui/Japan.

Neben der Position des 1. Vorsitzenden des Vereins besetzte Peter Su Markus auch die des Lehrers und des technischen Leiters der Gruppe WADAIKO HAGURUMA DEUTSCHLAND.

Der Begriff Haguruma wurde in seiner ursprünglichen, alten Übersetzung genutzt, um ein Rad mit Speichen zu benennen. Die Übersetzung, in der der Begriff Haguruma als Zahnrad verstanden wird, ist der Gegenwart zuzuordnen, da Zahnräder, wie sie in der modernen Maschinentechnologie zum Einsatz kommen, erst im Zeitalter der hoch entwickelten Industrialisierung aufkamen.

Die Übersetzung, in der Haguruma unter anderem als eine oder mehrere Speichen eines Rades verstanden wird, ist dagegen ein Begriff aus der japanischen Vergangenheit. In beiden Übersetzungen ist jedoch der Begriff des Rades enthalten.

Wer sich mit der Glaubensgeschichte Asiens beschäftigt, wird wissen, dass das Rad in diesen Kulturen einen besonderen Stellenwert einnimmt. Das Rad symbolisiert in den Lehren des Zen und des Tao die Bewegung und den Fortschritt auf dem Weg persönlicher Entwicklung.

So gibt es viele Möglichkeiten der Interpretation des Begriffes Haguruma. Die Trommler der Gruppe verstanden den Begriff wie folgt:

„So wie die Zähne eines Getriebes ineinander greifen, müssen auch die Fähigkeiten eines jeden einzelnen Gruppenmitglieds ineinander greifen, um die Harmonie des Ganzen erlangen zu können. Wird ein Zahn aus einem Getriebe entfernt, kann man kaum erwarten, dass das Getriebe auf Dauer ohne Probleme funktionieren wird. So ist die Gruppe der Trommler das Produkt ineinander greifender Fähigkeiten eines jeden einzelnen Trommlers.“

Ab 2000 folgte die Zusammenarbeit mit verschiedenen Lehrern und Gruppen in Japan, den USA und Korea. Seit 2001 stand er in einer engen freundschaftlichen Verbindung zur Gruppe NANKE SATAKE DAIKO in Yuzawa, Provinz Akita/Japan. Von 2002 bis 2008 zeichnete er für das Angebot und die Durchführung einer bundesweit angebotenen Taikoausbildung verantwortlich, die 2008 in die Gründung der DEUTSCHEN TAIKO FOUNDATION einging und unter dem Dach der DEUTSCHEN TAIKO FOUNDATION bis 2011 weitergeführt wurde.

Neben seiner Arbeit als Leiter des HAGURUMA DAIKO DOJO in Düsseldorf vermittelte er seine Sicht des traditionellen Japanischen Taiko innerhalb von Taikogruppen in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Dietzenbach, Stuttgart, Hünfeld, Neustadt, Boppard, Laufen, Ingoldstadt, Leuven/Belgien und Brüssel/Belgien. Daneben führte Peter Su Markus von 1997 – 2013 Taikoprojekte mit verschiedensten Projektpartnern durch.

Peter Su Markus vertrat die Auffassung, dass das japanische Taiko als Bestandteil einer lebendigen und intakten japanischen Kultur von westlichen Taikogruppen und deren Mitgliedern grundsätzlich als eine Art Leihgabe zu betrachten und dementsprechend sorgsam und mit Respekt zu behandeln ist.

In den letzten Jahren bis 2017 vermittelte Peter Su Markus das traditionelle japanische Taiko nur noch seinem engsten Schülerkreis und beendete im selben Jahr seinen intensiven Taiko Weg.

Neben seiner praktischen Tätigkeit als traditioneller Taiko Lehrer in seinem Dojo , veröffentlichte Peter Su Markus folgende Bücher und Texte:

Im Rahmen des HAYASHI TAIKO PROJEKT

Im Rahmen der ARBEITSGEMEINSCHAFT TRADITIONELLES TAIKO