Mein Werdegang im Taiko

Andreas Prescher an einer Miyadaiko

Meinen ersten Taiko-Workshop belegte ich im Frühjahr 2007 in Karlsruhe. Ich hatte mich vor diesem Workshop auf diversen Internetseiten ausführlich über Taiko informiert und hatte ein wenig meine Zweifel, ob diese Art des Trommelns wirklich richtig für mich ist. Die Klarheit und Ehrlichkeit, welche mich auf den Seiten meines Lehrers Peter "SU" Markus angesprochen hat und der Slogan: "Schlage die Trommel und fürchte dich nicht!" haben mir dann den Mut gegeben, mich zu dem ersten Workshop anzumelden. Bis heute habe ich diesen Schritt nicht bereut. In den Jahren davor habe ich mich bereits mit afrikanischem Trommeln und ein paar kurzen Wochenenden mit TaKeTiNa beschäftigt.

Dieser rhythmische Weg hat mich persönlich um einiges in meinem Leben weiter gebracht, aber nie vollends zufrieden gestellt. Dieser erste Taiko-Wokshop hat mich auf vielen Ebenen angesprochen und gefesselt.

Ich habe an diesem ersten Wochenende quasi gegen die Taiko gekämpft, habe alles gegeben, körperlich sowie psychisch, mit beidem war ich nach diesem Workshop am Ende. Ich habe bereits an diesem ersten Workshop gelernt, dass man nicht gegen die Taiko kämpfen kann, sie wird immer gewinnen. Ich habe gelernt meine Kräfte zu dosieren, nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel Kraft und wenn der Kopf den momentan zu schlagenden Rhythmus aufgenommen hat, dann ist der Weg frei mit der Taiko eins zu werden. Ein unbeschreibliches Gefühl!

Es folgten weitere Workshops in Karlsruhe, sowie der erste Workshop auf der Burg Fürsteneck und im Anschluss daran Dietzenbach sowie die erste Taikowoche auf der Burg Fürsteneck 2008.

Die Taikowoche hat mich dann endgültig spüren lassen, dass das japanische Trommeln ein weiterer Weg in meinem Leben sein wird. Ich lernte im März 2008 Anne Wagner kennen, werde zu ihrem Schüler und schlage regelmäßig bei ihr die Taiko.

In den folgenden Jahren bis heute besuche ich weiterhin die Taikowochen auf der Burg Fürsteneck, bin öfter im Hagurumadaiko Dōjō in Düsseldorf, habe die Möglichkeit an den Jahrestreffen der Deutschen Taiko Foundation teilzunehmen, besuche regelmäßig Workshops in Boppard und Fulda und lerne die Unterrichtsstile von den Japanischen Lerhrern Yoshio ITO - Sensei der Gruppe „KODAISHIN“ aus Ome/Japan, Yuji Utsuki - Sensei der Gruppe „WADAIKOBEAT“ aus Ome/Japan, sowie Takuya Taniguchi - Sensei der Gruppe „TENRYU DAIKO“ aus Japan kennen.

Aktuell schlage ich im Kumano Taiko Dōjō in Kappelrodeck fast täglich die Taiko um meine Basisfähigkeiten zu verbessern und um die bereits gelernten Stücke zu erhalten, zu verfeinern und zu verinnerlichen.

Mittlerweile durfte ich lernen, dass das Schlagen der Taiko aus Respekt gegenüber seiner Tradition nicht nur aus Spaß und zum Zeitvertreib ausgeübt werden sollte.

Wie beim Erlernen eines alten Handwerks ist es notwendig sich an existierende Regeln zu halten. Im Falle des Taiko bedeutet dies sich einer strengen hierarchischen Lehrer - Schüler Beziehung unterzuordnen, sowie sich an die Vorgaben der traditionellen Rhythmen zu halten und deren Ursprünge zu respektieren. Wir sollten es als Geschenk betrachten an dieser alten Kultur teilhaben und lernen zu können.


Weitere Erfahrungen:

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Dezember 2011 Jahresabschlussbericht 2011 - Andreas Prescher pdf download
Juni 2011 Hayashi Taiko Projekt 2011 - ein Workshopbericht pdf download
Mai 2011 DTF Wochenendworkshop mit Takuya Taniguchi - ein Workshopbericht pdf download
Juni 2010 Taikointensivworkshop vom 07. – 13.06.2010 mit Yuji Utsuki - ein Workshopbericht pdf download
März 2010 Zwei Jahre intensives Taikotraining und Workshops - Gedanken und erste Erfahrungen pdf download